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Das geplante Biomassekraftwerk ist nicht konform mit den Regeln der Nachhaltigkeit
Nach Prüfung des Projektes bezieht die ECOLO-Lokalgruppe Eifel Stellung zum Vorhaben der Eifel-Energie AG, auf Morsheck, Gemeinde Bütgenbach, ein großes Biomassekraftwerk zu errichten.Die Mitglieder der ECOLO-Lokalgruppe Eifel haben das Vorhaben eines großen Biomassekraftwerkes auf Morsheck analysiert, ein Werk ähnlicher Größenordnung besichtigt und sich auch konkret zu kleineren Biomasse-Kraftanlagen informiert.
Angesichts des immensen Energieverlustes bei einer Biomasseanlage dieser Größenordnung ohne ausreichende Wärme-Abnahme-Möglichkeit und der somit unweigerlich entstehenden kolossalen Rohstoffverschwendung, welche nicht im Sinne eines nachhaltigen Energiekonzeptes ist sowie aufgrund einiger im Vorfeld geäußerten Umweltbedenken, auf die es bisher keine schlüssigen Antworten gibt, schätzt ECOLO-Eifel das Projekt als nicht konform mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit ein. Da kein vertretbares Gleichgewicht zwischen Belangen der Umwelt, der Bevölkerung und wirtschaftlichen Interessen erkennbar ist, kann ECOLO-Eifel das Vorhaben auf Morsheck weder befürworten noch unterstützen.
Ein solches Mammut-Projekt ist zudem in einer landwirtschaftlichen Zone fehl am Platz und sollte – wenn überhaupt vertretbar - eher einer Großstadt mit Nahwärme-Netz angeschlossen werden. Das Vorhaben dient nach unserer Einschätzung vorrangig wirtschaftlichen Erwägungen, aber nicht den Interessen der Bevölkerung. Es sind negative Auswirkungen auf die nachhaltige Forstwirtschaft und auf andere wichtige Wirtschaftszweige in der Eifel zu befürchten, wie den Tourismus, die verarbeitende Holzwirtschaft und die Landwirtschaft.
Für den ländlichen und städtischen Raum in Ostbelgien schlägt ECOLO-Eifel als Alternative mehrere dezentrale, Abnehmer-nahe kleine Biomasse-Anlagen mit angegliedertem Nahwärmenetz vor - sei es auf Betreiben des gleichen oder anderen privaten Investoren oder durch die öffentliche Hand. Entsprechende Konzepte werden beispielsweise in Deutschland und Österreich erfolgreich und für alle zufriedenstellend umgesetzt.
Auch die Arbeitsplatzbilanz fällt bei kleineren Einheiten positiv aus. ECOLO-Eifel sieht die betroffenen Gemeinden gefordert, ihrer Informationspflicht und vielseitigen Verantwortungen in einer solch wichtigen Frage aktiv nachzukommen. ECOLO-Eifel hatte zwischenzeitlich mehrere Kontakte, so beispielsweise zur Interessengemeinschaft Morsheck, und ist bereit, jeden Schritt für mehr Transparenz und Information zu unterstützen.
Roswitha Arens, Berthold Müller & Paul Bongartz
ECOLO-Eifel
Monika Dethier-Neumann
Regionalabgeordnete







