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7. November 2017

Millionen Menschen versus Millionen Euro Lobbyarbeit

Wort den Parteien (November)
Millionen Menschen versus Millionen Euro Lobbyarbeit

Am Mittwoch, den 25. Oktober sollten die Vertreter unserer Regierungen gegen eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat stimmen. Die Entscheidung wurde jedoch auf heute (09.11.) vertagt. Worum geht es eigentlich? Glyphosat ist ein Herbizid und weit verbreiteter Unkrautvernichter. Die Firma Monsanto verkauft das Gift seit den 80er Jahren unter dem Namen Roundup. In den vergangenen Jahrzehnten des Gebrauchs wurden manche Nutzpflanzen dahingehend gentechnisch manipuliert, dass sie Resistenzen gegen den Vernichter entwickelt haben („Genmais“, „Gen-Soja“,...). Das führte dazu, dass der Verbrauch rasant angestiegen ist. Roundup wurde also nicht mehr ausschließlich zwischen den Ernten auf die Acker gesprüht (Vorerntespritzung), sondern auch während dem Wachstum der Pflanzen.


Es muss noch geklärt werden, inwiefern der Konzern Monsanto Ergebnisse von Studien zur Risikobewertung beeinflusst hat. Fest steht, dass über eine Million Menschen die Petition gegen Glyphosat unterstützt haben haben – Roundup soll vom Markt!


Der Unkrautvernichter steht unter dem Verdacht, krebserregend zu sein, soll die embryonale Entwicklung im Mutterleib stören und zu Fehlbildungen führen. Auch die Umwelt soll einen dauerhaften Schaden davon tragen: Gefährdung der Artenvielfalt, Förderung von gesundheitsschädlichen Pilzen, Verschmutzung des Grundwassers, usw.


Ursprünglich wollte die EU-Kommission über die Zulassungsverlängerung von 10 Jahre abstimmen. Das „Pesticide Action Network“ führt uns jedoch vor Augen, dass es alternative Möglichkeiten zu Glyphosat gibt und eine komplette Eliminierung des Wirkstoffes innerhalb von 3 Jahren durchzusetzen sei.


Wir hoffen, dass heute die richtige Entscheidung getroffen wird und Glyphosat so schnell wie möglich von unseren Äckern verschwindet.


Martine Engels

Kommunikationsbeauftragte, Ecolo