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Co²-Einsparungen durch Eupener Veggie-Tag
Kritisch äußerte sich vor kurzem der Eupener Stadtverordnete Achim Nahl zur Vorgehensweise von Schulschöffe Dieter Pankert bei der Einführung des Veggie-Tages in den öffentlichen Eupener Küchen. Zum einen sei der Stadtrat vorab erst gar nicht über eine solche Initiative informiert worden, zum anderen kämen die errechneten CO²-Einsparungen in Ermangelung eines schlüssigen Verkehrskonzeptes in Eupen wohl kaum zum Tragen.Schön, wenn Schöffe Dieter Pankert mit seinem vegetarischen Donnerstag „überall auf Gegenliebe gestoßen ist“ – im Stadtrat konnte er nicht auf Gegenliebe stoßen, den hat er nämlich erst gar nicht informiert.
Der Stadtrat kann also nicht gemeint sein, wenn das Grenz-Echo einmal mehr die „Stadtväter“ erwähnt. Dieser Ausdruck ist sowieso Blödsinn, denn was sind dann die weiblichen Stadtverordneten: etwa „Stadtmütter“? Schlimmer noch: sind die Bürgerinnen und Bürger dann die „Kinder“?
Wenn es nicht der Stadtrat ist, dann müssen die „Stadtväter“ also das Gemeindekollegium sein – ist da nicht auch eine Schöffin dabei? Eigentlich müssten Frauen und Männer auch jedes Mal protestieren, wenn in der Presse oder in Reden von Politikern von „unserer Vaterstadt“ die Rede ist: unsere Mütter leben hier genau so und leisten seit jeher genau so wertvolle Beiträge zum gesellschaftlichen Leben. Also, liebes Grenz-Echo, schafft diese altmodisch-paternalistische Sprache bitte ganz ab.
Ach ja, der vegetarische Donnerstag: die Argumente zu Gesundheit und Welternährung sind vernünftig, und die Bevölkerung mag selbst entscheiden, was sie mit den Anregungen tun will. Im Bereich „CO2 einsparen“ entspräche ein fleischfreier Donnerstag in Eupen den Emissionen von umgerechnet 1350 Autos, wenn alle mitmachten. Problem ist nur, dass die 1350 Autos donnerstags weiterhin durch die Stadt fahren – hoffen wir weiter, dass ein Schöffe demnächst genau so froh verkünden kann, dass der Durchbruch in Sachen Citybus gelungen ist. Denn in Sachen Mobilität geht es für unsere Stadt genau so „um die Wurst“.
Achim Nahl,
Ecolo-Stadtverordneter





