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26. Juli 2010

Grünes Licht für zwei Gaspipelines durch die Wallonische Region

Der wallonische Umweltminister Philippe Henry (Ecolo) genehmigte Anfang Juli u.a. die Verlegung einer Gaspipeline durch die Gemeinden Raeren und Lontzen.
Grünes Licht für zwei Gaspipelines durch die Wallonische Region


Eine der genehmigten Gaspipelines führt durch Hennegau, die andere durch die Provinz Lüttich. Letztere verläuft auf einer Gesamtlänge von 40 km von Raeren über Lontzen, Welkenraedt, Bleyberg, Dalhem, Visé, Oupeye, Juprelle und Bassenge nach Waremme. Die verschiedenen konsultierten Gemeinden und Instanzen haben die Akte positiv beschieden, jedoch die eine oder andere Bedingung ausgesprochen.


Die großformatige Pipeline (Durchmesser von einem Meter) soll Deutschland über den Knotenpunkt von Zeebrugge mit England verbinden und zur Stärkung der Gasversorgungssicherheit in Westeuropa beitragen. Über Verknüpfungen wird ebenfalls die Wallonische Region mit Gas versorgt.


Seit der Katastrophe von Ghislenghien gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für den Gastransport. So erfolgt eine regelmäßige Helikopterüberwachung, um Risiken durch unangemeldete Arbeiten in der Nähe der Pipeline möglichst auszuschalten. Auch bleiben die meisten Wohngebiete vom Leitungsverlauf unberührt. Die Trasse folgt größtenteils der ersten 1999 verlegten Pipeline und die Genehmigung ist an eine mechanische Absicherung der Leitung auf Bauerwartungsland durch erdverlegte Gitter bzw. Betonplatten geknüpft.


Durch eine Reihe von Bedingungen soll sichergestellt werden, dass die Arbeiten unter guten Voraussetzungen erfolgen und Ernteverluste für die Landwirte vermieden werden. Auch werden sämtliche Vorkehrungen zum Schutz von Gebieten mit großer Artenvielfalt getroffen.


Zudem muss ein Begleitausschuss mit den betroffenen Kommunen und Verwaltungen sowie Vertretern der Landwirte geschaffen werden.