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8. Juni 2010

Was bringt es überhaupt noch, wählen zu gehen?

Diese Frage begegnet uns in der Presse, in der Kneipe um die Ecke wird darüber diskutiert, auf Facebook oder anderswo rufen zahlreiche Gruppen zum Wahlboykott auf.
Was bringt es überhaupt noch, wählen zu gehen?


Selbst die Chefetagen der politischen Parteien bekommen langsam Angst: Man spürt, dass diese unvorhergesehenen Wahlen, die Mitten in die Grill-, Prüfungs- und Urlaubszeit fallen, viele Menschen irritieren.


Wählen ist, besonders in schwierigen Zeiten, ihr demokratisches Recht. Wir bitten Sie eindringlich, dieses Recht am 13. Juni zu nutzen. Denn die neuen Vertreterinnen und Vertreter im Parlament werden grundlegende Entscheidungen treffen, deren Auswirkungen uns alle betreffen: die Zukunft Belgiens, die Herausforderungen in Sachen Solidarität und Alterung der Bevölkerung, Antworten auf die Wirtschaftskrise, Umweltschutzmaßnahmen, die Entscheidung über die Energiewende, ...


Nicht wählen, weiß wählen oder eine Protestwahl bedeutet, die Parteien zu stärken, die die institutionelle Krise verursachen, obwohl Belgien und seine BürgerInnen den Dialog und Lösungen brauchen. Offenheit, Dialogbereitschaft und gegenseitiger Respekt sind nötiger denn je in unserem krisengeschüttelten Land. Nur sie können Belgien die Stabilität geben die es braucht, um den momentanen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen.


Die grünen Parteien in Belgien, ECOLO und GROEN! beweisen im politischen Alltag, dass der Dialog über die Sprachengrenzen hinaus möglich ist. Die Grünen sind die einzige politische Familie, die im Parlament auch heute noch tagtäglich zusammenarbeitet.


ECOLO hat konkrete Vorschläge für ein neues institutionelles Gleichgewicht für Belgien: Die Umstrukturierung des Senats zu einer Versammlung von Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinschaften und Regionen, die zeitliche Zusammenführung der Wahlen, die Einführung eines föderalen Wahlkreises.


Das Gesellschaftsmodell von ECOLO ist von Offenheit, Solidarität und der Respekt vor dem Menschen und den natürlichen Ressourcen geprägt. Wir wollen gelebte Solidarität und dabei gleichzeitig die Auswirkungen unserer heutigen Politik auf die nächsten Generationen nicht aus den Augen verlieren.


ECOLO will die Armut und die Ungerechtigkeiten wirksam bekämpfen, hochwertige und ortsgebundene Arbeitsplätze schaffen, die Finanzmärkte regulieren, die Naturressourcen schonen, den Öffentlichen Dienst verteidigen, die Pensionen und die Gesundheitsversorgung für alle absichern, eine Klimapolitik einführen, die diesen Namen verdient …


Dazu tritt ECOLO am 13. Juni mit einem Programm von 10 Punkten an, die alle eine Politik der Solidarität, der Nachhaltigkeit, des Respekts und der Verantwortung erreichen wollen. Die 10 Punkte, sowie Hintergründe zu unseren Kandidaten, finden Sie unter www.ecoloDG.be/wahlen2010.


Helfen Sie uns, diese umzusetzen, indem Sie uns am 13. Juni Ihre Stimme geben! Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!


Claudia Niessen

2. Platz Senat


Karl-Heinz Braun

4. Platz Kammer