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30 Jahre ECOLO

Zu Ende der siebziger Jahr entstehen in den westlichen Nationen zahlreiche neue Bewegungen, welche die krisengebeutelte und werteverarmte Industriegesellschaft in Frage stellen und der Bevölkerung ihre eigene Weltanschauung kundtun möchten. 



In zwei dieser Bewegungen - "Amis de la terre" und "Neue Demokratische Bewegung" - sind zahlreiche Aktivisten tätig, die wenig später Mitbegründer der ECOLO-Bewegung werden.  Die Grundideen werden dabei ebenfalls für ECOLO übernommen: Demokratie, Umweltschutz und Föderalismusförderung.


Schnell wird der ECOLO-Bewegung bewusst, dass sie ihre Forderungen nicht nur aktivistisch verbreiten, sondern auch und vor allem auf dem politischen Parkett vertreten muss.  So wird im Jahre 1980 die ECOLO-Partei (und gleichzeitig ihr flämisches Pendant AGALEV) geboren.


Die ersten Wahlerfolge kann man ein Jahr später verbuchen: ECOLO entsendet als erste unter den europäischen Grünen-Parteien Vertreter in ein nationales Parlament.  Im Laufe der achtziger Jahre werden auch die gliedstaatlichen Parlamente mit ECOLO-Mandataren besetzt.  Sie formulieren meist jene Themen, die bei den etablierten Parteien und ihren Wählern kein Gehör finden und machen sich für die weitere Demokratisierung Belgiens stark.


In den neunziger Jahren setzt sich ECOLO im sozialen Bereich und hier vor allem für den Bildungssektor und die Studenten ein, indem man mit AGALEV an den Verhandlungen zur Staatsreform teilnimmt und sich so für eine Refinanzierung des Schulwesens in der Französischen Gemeinschaft stark macht.  Außerdem optiert ECOLO zu Beginn des Jahrzehnts für eine Umweltsteuer - eine Maßnahme, die zunächst belächelt wird, die aber im nachhinein viele Befürworter findet.


Konnte man sich in den achtziger Jahren vor allem in kommunalen Mehrheiten bewähren, so tritt ECOLO im Jahre 1999 zum ersten Mal in Regierungsbeteiligung, kann diese bei den Wahlen im Jahre 2003 trotz positiver Bilanz aber nicht bestätigen und wird durch den Verlust zahlreicher Mandate abgestraft.   


ECOLO nutzt die Wahlniederlage zur Neuaufstellung und zur Anwerbung neuer Mitglieder, die ökologischen Themen wieder mehr Gewicht verleihen sollen.  Dies gelingt in den folgenden Jahren, so dass ECOLO-Fraktionen wieder stärker in den gliedstaatlichen Parlamenten vertreten sind.  Aus den Gemeinschaftswahlen 2009 geht ECOLO mit zufriedenstellendem Ergebnis hervor, in 2010 kann man acht Abgeordnete und fünf Senatoren im föderalen Parlament platzieren.