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Zuletzt geändert am:  12.12.2017
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10. August 2017

Skandal um Fipronil in Eiern

Nachhaltige Landwirtschaft fördern!
Skandal um Fipronil in Eiern


Der Fipronil-Skandal wirft einige Fragen auf. Seit wann wusste wer Bescheid, und warum wurden Informationen so spät oder gar nicht weiter gegeben? Und wie sieht es mit Produkten aus, die Ei enthalten? Wie kann dort überprüft werden, ob die zulässige Dosis Fipronil nicht überschritten wurde?
Warum werden immer noch Mittel zugelassen, von denen nicht mit Gewissheit gesagt werden kann, dass sie unbedenklich sind?


Es sollte das Prinzip gelten, vorzubeugen und nicht erst zu reagieren. Erst bei einer vermuteten Schädlichkeit von Substanzen, wird kontrolliert. So stehen nicht die Interessen und die Gesundheit der Konsumenten im Vordergrund, sondern alleine die Wirtschaftlichkeit. Da fehlt ganz klar die Transparenz, die aber dringend notwendig ist, um uns selbst die Entscheidung zu überlassen, welche Lebensmittel wir kaufen möchten, und welche lieber nicht. Nur wenn wir genau informiert sind, können wir ohne Angst konsumieren. Hier steht die Föderalagentur zur Sicherheit der Nahrungskette, FASNK/Afsca in der Pflicht. Ihre Aufgabe ist es, die Gesundheit der Gesellschaft zu sichern.


Für uns gibt es nur eine Lösung solcher Probleme: Wir möchten weg von der chemischen Landwirtschaft, hin zu einer ökologischen, nachhaltigen Landwirtschaft. Denn so wie Landwirtschaft heute betrieben und unterstützt wird, ist sie einseitig und nicht auf Vielfalt angelegt. Es geht nicht um eine Auseinandersetzung mit natürlichen Kreisläufen und Ressourcen, sondern um die künstliche Steigerung der Ertragsfähigkeit. Das wird uns weiter in die Situation bringen, erst im Nachhinein von der Verunreinigung unserer Nahrungsmittel zu erfahren. Der Weg kann nur über eine ökologische Landwirtschaft gehen, die Vielfalt und eine natürliche Herangehensweise nutzt. Hier müssen wir Unterstützung anbieten und Hilfe schaffen. Hier muss ein Zeichen gesetzt werden, wie Landwirtschaft funktionieren soll, um eine gesunde Ernährung und nachhaltige Umgangsweise mit der Umwelt zu gewährleisten.

 

Frédéric Gabriel

Lokalsekretär ECOLO Kelmis