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15. März 2010

Briefaktion für die Zustellung von Wochenspiegel und Kurier Journal ohne zusätzliche Werbung

Seit Anfang Oktober setzt die Post eine neue Regelung durch, nach der sie keinen Unterschied mehr macht zwischen Werbesendungen und der Gratispresse. Sie verteilt daher den „Wochenspiegel“, den„Kurier Journal“ und die Monatsausgabe des Grenz-Echo nur noch an Haushalte, die ebenfalls zusätzlich Berge von Werbeblättern akzeptieren.
Briefaktion für die Zustellung von Wochenspiegel und Kurier Journal ohne zusätzliche Werbung

„Die Post bemüht sich kontinuierlich, auf die sich ändernden Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen. In allen Geschäftsfeldern bieten wir unseren Kunden innovative Lösungen im Bereich der Postverarbeitung und -zustellung an.“ So steht es auf der Website der Post.


Was die Verteilung der Gratispresse angeht, trifft diese Aussage aber in den Augen der Ecolo-Lokalgruppen momentan ganz und gar nicht zu. Statt dessen schafft die Post sich Auf Kosten der Umwelt und der Bürger die Möglichkeit, die lukrative Werbung in mehr Haushalte zu verteilen und mehr daran zu verdienen.


Während gleichzeitig auf Ebene der Wallonischen Region und der Föderalregierung Ecolo-Parlamentarier und -Minister versuchen, ein Umdenken der Post in dieser Angelegenheit  zu erwirken, wenden sich nun die Verantwortlichen der Ecolo-Lokalgruppe Eupen an die Post. Sie bitten darum, dass die Haushalte der DG, die dies ausdrücklich wünschen, wieder den Wochenspiegel oder den Kurier Journal erhalten, ohne unerwünschte Werbung in Kauf zu nehmen.


Neben Eupen werden auch die Ecolo-Lokalgruppen von Raeren, Kelmis, Lontzen und der Eifel einen solchen Brief verschicken, dem zur Veranschaulichung auch ein Stoß der unerwünschten Werbung beiliegt.


Das Hauptargument des Protestes ist neben der Müllvermeidung der Hinweis darauf, dass Ecolo sich besonders in diesem Europäischen Jahr der Armutsbekämpfung zum Fürsprecher jener Menschen machen möchte, die nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um sich eine Tageszeitung zu leisten, trotzdem aber  am öffentlichen Leben teilnehmen wollen und über Veranstaltungen in ihrer Nähe informiert sein möchten.


Wer möchte, kann sich an der Briefaktion beteiligen, und selbst einen Brief an die Post schicken. Je mehr Menschen mit ihrem Anliegen an die Post herantreten, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jeder wieder die Gratispresse in der gewünschten Form erhalten kann.


Vordrucke des Schreibens sind in den Ecolo-Büros in Eupen (Hufengasse 41) und St. Vith (Hauptstraße 91, Mo, Di, Mi morgens) erhältlich, oder lassen sich hier herunterladen.